Sobald Babys anfangen zu krabbeln und sich hochzuziehen, beginnt eine besonders spannende – aber auch herausfordernde – Phase für Eltern. Die Welt wird plötzlich mobil erkundet, Gefahren sind noch nicht einschätzbar und die Verletzungsgefahr steigt. Mit den richtigen Sicherheitsmaßnahmen für krabbelnde Babys lässt sich das Zuhause jedoch effektiv kindersicher machen.
In diesem Beitrag erfährst du die wichtigsten Sicherheitshinweise, um dein Baby optimal zu schützen.
Warum Sicherheit beim Krabbeln so wichtig ist
Babys entwickeln in dieser Phase täglich neue motorische Fähigkeiten. Sie ziehen sich an Möbeln hoch, rollen unter Tische oder robben Richtung Steckdose. Da Babys Gefahren noch nicht erkennen können, liegt die Verantwortung vollständig bei den Erwachsenen.
Typische Risiken für krabbelnde Babys sind:
- Stürze von Möbeln oder Treppen
- Steckdosen und Kabel
- Scharfe Kanten und Ecken
- Kleine Gegenstände (Verschluckungsgefahr)
- Instabile Möbel
1. Steckdosen kindersicher machen
Sobald Babys krabbeln können, werden Steckdosen magisch anziehend. Offene Steckdosen stellen eine große Gefahr dar.
Sicherheits-Tipp:
- Verwende geprüfte Steckdosensicherungen
- Achte darauf, dass sie fest sitzen und nicht herausgezogen werden können
2. Möbel sichern – besonders beim Hochziehen
Babys ziehen sich bevorzugt an Sofas, Regalen oder Couchtischen hoch. Kippt ein Möbelstück, kann das schwere Verletzungen verursachen.
Maßnahmen:
- Regale, Kommoden und Fernseher an der Wand befestigen
- Keine schweren Gegenstände auf niedrigen Möbeln lagern
- Wackelige Möbel entfernen oder stabilisieren
3. Treppen und Türen absichern
Treppen sind eine der größten Unfallquellen, sobald Babys mobil werden.
Das solltest du beachten:
- Installiere Treppenschutzgitter oben und unten
- Achte auf TÜV- oder GS-geprüfte Modelle
- Auch Türen zu Keller, Bad oder Balkon sichern
4. Scharfe Kanten und Ecken entschärfen
Auf Augen- und Kopfhöhe lauern viele Gefahren: Tischkanten, Heizkörper oder Fensterbänke.
Lösung:
- Eckenschutz und Kantenschutz aus Silikon oder Schaumstoff anbringen
- Besonders im Wohn- und Essbereich sinnvoll
5. Kleine Gegenstände außer Reichweite halten
Alles, was kleiner als eine Toilettenpapierrolle ist, kann verschluckt werden.
Dazu zählen:
- Münzen
- Batterien
- Spielzeugteile
- Schmuck
Tipp:
Gehe regelmäßig auf Krabbelhöhe durch die Wohnung und prüfe den Boden.
Verschluckungsgefahr Baby
6. Kabel, Pflanzen und gefährliche Stoffe sichern
Babys ziehen, beißen und erkunden mit dem Mund.
Unbedingt sichern:
- Kabel und Mehrfachsteckdosen
- Giftige Zimmerpflanzen
- Reinigungsmittel, Medikamente und Kosmetika
Am besten:
- In abschließbaren Schränken verstauen
- Kabelkanäle verwenden
7. Rutschfeste Untergründe schaffen
Fliesen oder glatte Böden können beim Hochziehen und Stehen gefährlich sein.
Hilfreich sind:
- Rutschfeste Spielmatten
- Teppiche mit Anti-Rutsch-Unterlage
- Socken mit Noppen
8. Aufsicht bleibt trotz Sicherung unverzichtbar
So wichtig alle Sicherheitsmaßnahmen sind – sie ersetzen niemals die aktive Aufsicht. Babys entwickeln sich schnell weiter und finden immer neue Wege.
Merke:
Kindersicherung reduziert Risiken, verhindert aber keine Unfälle zu 100 %.
Fazit: Ein kindersicheres Zuhause gibt Sicherheit und Ruhe
Wenn dein Baby anfängt zu krabbeln und sich hochzuziehen, ist es Zeit für ein umfassendes Baby-Sicherheitskonzept. Mit Steckdosensicherungen, gesicherten Möbeln, Treppenschutzgittern und einem wachsamen Blick schaffst du eine sichere Umgebung, in der dein Baby die Welt unbeschwert entdecken kann.
Tipp: Überprüfe dein Zuhause regelmäßig, denn mit jedem Entwicklungsschritt ändern sich auch die Gefahren.
0 Kommentare